Der »Selbstwert« — eine Lüge. Ein Psychotherapeut mit 40 Jahren Praxiserfahrung stellt eines der hartnäckigsten Konzepte unserer Zeit grundsätzlich in Frage.
Was wäre, wenn das sogenannte Selbstwertgefühl nicht gestärkt werden müsste — sondern dass allein die Idee vom Selbstwert schon in die Irre führt!
In seinem Buch stellt Ulrich Flöttmann-Schubert eine der hartnäckigsten Überzeugungen unserer Zeit infrage: dass Menschen über einen Wertbegriff betrachtet werden sollten, der durch Leistung, Anerkennung oder Anpassung bestätigt werden muss. Ein Buch über frühe, problematische Prägungen der Persönlichkeit durch Lob, Tadel und jede andere Form der Bewertung — und über die Möglichkeit, Kinder von Anfang an anders zu begleiten.
Wir vergleichen uns, bewerten uns und versuchen, besser zu werden — ohne je wirklich anzukommen.
Versagensangst, Minderwertigkeitsgefühle und die Angst vor Ablehnung entstehen nicht zufällig.
Wer seinen Wert ständig verbessern muss, bleibt abhängig von Lob, Erfolg und Anerkennung.
Der Selbstwert ist kein Ziel. Er ist das Problem. Es beginnt dort, wo Menschen lernen, sich über Bewertung, Leistung und Anerkennung zu verstehen.
Das Selbstwertgefühl ist kein natürlicher Zustand, sondern ein gesellschaftlich erlerntes Bewertungssystem.
Jedes Kind kommt mit einem ursprünglichen In-sich-Ruhen auf die Welt — frei von der Frage, ob es genug ist.
Bedingungslose Liebe, achtsame Begleitung und der Verzicht auf ständiges Bewerten können diesen ursprünglichen Zustand schützen.
Für Eltern, die ihr Kind begleiten möchten, ohne es früh in Leistungsdruck, Vergleich und Bewertung zu drängen.
Für Menschen, die verstehen wollen, wie Bindung, Annahme und innere Sicherheit schon sehr früh entstehen.
Für Fachleute, die einen kritischen Blick auf Selbstwert, Minderwertigkeitsgefühle und psychische Prägung suchen.
Für alle, die das Gefühl kennen, nie genug zu sein — und ahnen, dass nicht sie selbst das Problem sind.
Ulrich Flöttmann-Schubert, geboren 1945 in Gütersloh, arbeitete über 40 Jahre als Psychologischer Psychotherapeut in Berlin. Bereits vor seinem Psychologiestudium leistete er seinen zweijährigen Ersatzdienst in der Psychiatrischen Klinik Hohe Mark in Oberursel bei Frankfurt am Main.
Nach dem Studium der Psychologie in Marburg, Erlangen und Kiel war er fünf Jahre als Psychotherapeut im Versuchsprojekt der Sozialtherapeutischen Justizvollzugsanstalt Bad Gandersheim tätig, später unter anderem im Diakonischen Werk, bei Pro Familia und schließlich in eigener Kassenpraxis mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie.
In seiner langen therapeutischen Arbeit erkannte er ein wiederkehrendes Muster: Hinter vielen Ängsten, Minderwertigkeitsgefühlen und inneren Konflikten stand die tiefe Prägung, den eigenen Wert immer wieder beweisen zu müssen. Aus dieser Erkenntnis entstand sein Buch.
„Ich genüge schon wieder nicht" sollte man schon in jungen Jahren vor der Familienplanung gelesen haben. Hätte ich es schon früher gekannt, wäre mir einiges an Unsicherheit bei der Erziehung meiner Kinder erspart geblieben.
Herr Flöttmann-Schubert beschreibt die verbreitete Abhängigkeit von Lob und Erfolg — die „Aufbauleistung" des Lobs hält ja immer nur vorübergehend. Es bedarf also ständig neuer Bewährungen.
Das Cover übersetzt die zentrale These des Buches typografisch: Der Satz „Ich genüge schon wieder nicht" wiederholt sich wachsend — von der leisen Selbstaussage bis zum lauten, alles überragenden „NICHT." Genau diese Steigerung beschreibt den Kreislauf, den das Buch aufbricht.
Für Rezensionen, Interviews, Gastbeiträge, Vortragsanfragen und Verlagskontakte stehen folgende Materialien zur Verfügung. Ulrich Flöttmann-Schubert ist für Bibliotheken, Volkshochschulen, Elternabende und Fachveranstaltungen als Vortragender buchbar.